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  Vereinigung für das Ostfriesische Milchschaf  
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Die Milchschafweide:
 
Tierschutz-
verordnung:
Schw. Tierschutz-
verordnung 1981
 
Richtlinien:
Tierschutz-
Kontrollhandbuch
Richtlinien Biolandbau
www.biosuisse.ch
 
Stalleinrichtungen:
Stallag
www.stallag.ch
Stalleinrichtung:
www.krieger-ruswil.ch
 
Allgemeiner Bedarf:
Andermatt Biovet AG
www.biovet.ch
Haupter AG:
www.hauptner.ch
Heiniger AG:
www.heiniger.com
Haus und Hof AG:
www.hausundhofag.ch
Westfalia Versand:
www.westfalia.ch
 
Futtermittel für
Milchschafe:
Bio Adressen
www.fibl.org
Kroni: Mineralsalze
www.kroni.ch
Landi:
www.landi.ch
Alb.Lehmann, Biofutter
www.biomuehle.ch
Melior:
www.melior.ch
UFA:
www.ufa.ch
 
Publikationen:
Einfluss der Fütterung
auf die Milchinhaltsstoffe
 
Bücher:
Ursula Letschert:
Das Jahr mit Milchschafen
 
 
weidende Milchschafherde
 
Milchschafe brauchen eine ausgewogene Ernährung. Junges, frisches Gras enthält alle wichtigen Futterkomponenten im richtigen Verhältnis.

Deshalb ernähren sich Milchschafe während der Vegetationsperiode fast ausschliesslich von Gras.

 
Ein Milchschaf braucht im Mittelland ca. 15 - 20 Aaren Wiesland, die Heugewinnung mit eingerechnet.
 
Weidegras   Das Weidegras darf weder zu jung noch zu alt sein:

zu junges Gras hat zu viel Eiweiss und zu wenig Rohfaser. Die Tiere bekommen Durchfall.

zu altes Gras hat zu wenig Eiweiss und viele schwer verdauliche Kohlenhydrate. Die Milchleistung geht zurück und die Lämmer hören auf zu wachsen.

 
Achtung!
Milchschafe ertragen keine plötzliche Futterumstellung. Sie müssen immer langsam an das neue Futterangebot gewöhnt werden!
 
Schattenplatz
 
Vom Frühjahr bis zum Herbst suchen sich die Milchschafe ihr Futter auf der Weide.

Dort müssen sie einen Wetterschutz gegen Hitze und Nässe haben; dies kann ein genügend grosser fahrbarer Unterstand oder es können grosse Bäume sein.

 
Milchschafe am späten Abend
 
Bei grosser Hitze bleiben die Tiere über Mittag und am Nachmittag im Stall und sind nachts auf der Weide.
 
Weideformen:
 
Die Weidetechnik hat einen entscheidenden Einfluss auf die Futterqualität und somit auch auf die Milchleistung der Tiere.
 
Wir unterscheiden verschiedene Weideformen:
 
a) Die Portionenweide:
 
Milchschafe lieben es, wenn sie täglich eine bis zwei Portionen frische Weide erhalten.

Nach wenigen Tagen wird wieder ausgezäunt. Auf diese Weise wird der Pflanzenbestand geschont und die Schafe nehmen weniger reife Wurmlarven auf.

  tägliche Portion
 
Die abgeweideten Flächen werden entweder nachgemäht oder der nächste Aufwuchs wird gemäht und getrocknet.
 
Weide Portionen
 
Durch geschicktes Weidemanagement steht immer genügend Gras im richtigen Reifestadium für das Weiden bereit.

Hier im Bild liegen frisch gemähte, bereits nachgewachsene, abgeweidete und erntereife Wiesenstücke nebeneinander.

Nicht benötigtes Weideflächen werden gemäht, das Gras getrocknet und zu Heu und Emd verarbeitet.

 
b) Die Umtriebsweide:
Die gesamte Weidefläche wird in 4 bis 10 Koppeln unterteilt und eingezäunt. Diese werden abwechselnd beweidet. Damit die Weiden geschont werden, ist auf eine kurze Weidezeit und auf eine lange Ruhepause zu achten. Der Arbeitsaufwand ist gering, aber die Qualität des Futters ist weniger gut als bei der Portionenweide und die Milchleistungen sind tiefer, zudem sind die vielen Zäune teuer und stören beim Mähen.
 
c) Die Standweide:
Bei der Standweide werden die Schafe das ganze Jahr auf der gleichen Weidefläche gehalten. Dabei wachsen bald nur noch Pflanzen, welche die Schafe nicht gerne fressen und deshalb stehen lassen. Die Larven, die aus den ausgeschiedenen Wurmeiern geschlüpft sind, werden sofort wieder aufgenommen, dadurch verwurmen die Schafe stark.
Diese Methode eignet sich nicht für Milchschafe.
     
Zäune:
 
Zäune schützen die Milchschafe vor fremden Menschen und Hunden, zugleich verhindern sie, dass die Schafe weglaufen und zu viel frisches Gras fressen können.

Ausserdem müssen Schafzäune ausbruchsicher sein, damit der Schafbock die Umgebung nicht gefährden kann.

Die Umzäunung der Milchschafweiden ist aufwändig und teuer. Die Art der Umzäunung richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten.

 
Lämmer mit Elektrozaun  Mit Elektronetzen können Weiden schnell ein- und wieder ausgezäunt werden.

Den Tieren kann täglich eine Portion frischer Weide dazugegeben werden.

 
Lämmer mit Elektrozaun   Weidenetze mit senkrechten Kunststoffstäbchen stehen selber und müssen deshalb an den Ecken nicht abgespannt werden.
 
Milchschafe können auch mit drei Elektro-Drahtlitzen eingezäunt werden.

Der erste Draht muss genügend weit unten sein, damit kein Schaf unten durch kriechen kann.
Diese Zäune sind aufwändiger zum Stecken als Elektronetze, sind aber kostengünstiger und leiten den elekrtischen Strom weniger ab.

  Zaun mit drei Elektrodrähten

 

Hauswiesen im Wohnquartier werden fix mit Diagonal-oder Knotengitter etc. eingezäunt.

Damit sie auch für einen grossen Milchschafbock ausbruchsicher sind, muss zusätzlich mit Elektrodraht oder Netz gesichert werden.

  fixer Zaun
 
Weidepflege
 
Milchschafweide
 
Milchschafweiden müssen schonend behandelt und gepflegt werden, damit der Pflanzenbestand reichhaltig und vielfältig bleibt.

Milchschafe lieben es nicht, wenn sie mehrmals hintereinander dieselbe Weide abfressen müssen.

Deshalb werden die Wiesen entweder unmittelbar nach der Beweidung nachgemäht oder es wird der nächste Aufwuchs gemäht und getrocknet.

 
Weidepflege:

Mähen: Milchschafweiden sollten zwischendurch gemäht werden, damit sich verschmähte Futterpflanzen nicht vermehren. Ausserdem hilft das UV-Licht der Sonne, die Larven der Darmparasiten in Schach zu halten.

Düngung: Milchschafweiden werden regelmässig gedüngt. Stapelmist wird kompostiert und auf die Wiesen gebracht.

 
  Milchschafe naschen gern von Komposthaufen und fressen gern über und durch den Gartenzaun.

Werfen Sie einen Blick in ihren Garten und den ihres Nachbarn. Befinden sich darin Pflanzen, welche für die Schafe giftig sind?

Stellen sie Ihren Zaun so, dass die Milchschafe diese nicht erreichen können.

Liste der häufigsten Giftpflanzen:

 
steile Weide  

 

 
 
Milchschafe gedeihen auch gut, wenn sie ihr Futter im steilen Gelände suchen müssen, aber ihre Milchleistung ist tiefer.

Das Futter ist an steilen Hängen bedeutend magerer, auch können die Weiden nur schwer nachgemäht werden.

   
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